Reinhold Beckmann & Band

Sa. 24.08.2019

Bochum, Zeltfestival Ruhr

(Freispiel)

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38,30 €

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Was an ihm am meisten verblüfft, ist die Selbstverständlichkeit des musikalischen Auftretens. Schon sein zweites Album „Freispiel“ kommt so lässig, unbefangen und zwanglos daher, dass man glauben möchte, Reinhold Beckmann mache eigentlich schon immer Musik.

Das liegt vielleicht daran, dass er nicht nur ein Könner, sondern auch ein Kenner guter Musik ist, ein Singer/Songwriter mit Herzblut und feinem Gespür für gutes Storytelling. Charmant, nachdenklich und angenehm selbstironisch erzählt er seine Songgeschichten. Das schöne Scheitern gehört genauso dazu, wie der Blick auf die kleinen Macken des Alltags

Dabei hat Reinhold Beckmann sich seinen forschenden, kritischen Blick durchaus bewahrt: Wenn er gesellschaftliche und politische Themen in seinen Lieder aufgreift, tut er dies präzise und eindringlich - ohne dass er es nötig hat, mit dem moralischen Zeigefinger zu fuchteln oder mit gerecktem Mittelfinger seine Weltverachtung kundzutun. Beckmanns besondere Stärke jedoch sind die leisen, fast schon zerbrechlichen Songs. Balladen, die von großen Gefühlen erzählen, wohltuend unprätentiös und ohne jemals Gefahr zu laufen, kitschig zu sein.

Mitreißende Live-Performance

Live wird diese Musik zum gemeinsamen Erlebnis. Reinhold Beckmann ist ganz dicht dran an seinem Publikum. Er holt die Menschen mit seiner Musik ab und zelebriert mit ihnen gemeinsam seine Songs. Kein Wunder, dass viele bei Live-Konzerten fast jede Zeile mitsingen können.

Wer Reinhold Beckmann und seine Musiker schon einmal auf der Bühne erlebt hat, weiß, welch’ hervorragendes Ensemble er um sich geschart hat. Gemeinsam mit Johannes Wennrich (Gitarre), Thomas Biller (Bass), Jan-Peter Klöpfel (Keyboards, Trompete) und Robin McMinn (Schlagzeug) hat Beckmann für seine Songs einen exzellenten wie auch eigenen Klang gefunden. Virtuose Beherrschung der Instrumente, mit Sinn für Ökonomie und fein gesetzte Akzente. Dazu dichte, federnde Arrangements mit einer Transparenz, die jedes Instrument hörbar werden lassen. Und all das wird mit einer Unangestrengtheit, einer scheinbaren Mühelosigkeit rübergebracht, die von absoluter Souveränität zeugt.


Stilistische Weiterentwicklung

Wie schrieb die FAZ schon nach seiner ersten CD: „Beckmann lässt einen an den besseren Stephan Sulke denken und an Reinhard Mey natürlich. Aber auch an Paolo Conte oder Adriano Celentano. Mal sentimental, mal zärtlich, mal scharf. Die Themen auch ...“

Doch Beckmann und seine Band wären nicht die Musiker, die sie sind, wenn sie sich nicht erheblich weiterentwickelt hätten. So urteilte das Feuilleton der WELT vor kurzem nach seinem Konzert in Hamburg: „Beckmann überzeugt als Sänger - und als Gitarrist.“

Das wundert Beckmann-Kenner nicht, denn der Mann liebt seine akustischen und alten elektrischen Gitarren. Die Einflüsse der 70er Jahre sind unverkennbar. Und manchmal klingt es so, als ob seine Band und er vor kurzem noch mal Nashville einen musikalischen Besuch abgestattet hätten. Anklänge an Americana sind hörbar und durchaus gewollt. Das neue Programm von Reinhold Beckmann & Band basiert stilistisch auf Folk-Country-Einflüssen. Glasklare, sparsam arrangierte Balladen mit wunderschönen Melodien gehören ebenso dazu wie druckvolle Ausflüge ins Rockige.

Der Sound insgesamt kommt rauer und reifer daher. Die Spielfreude von Reinhold Beckmann & Band jedenfalls wirkt live ungeheuer ansteckend. Oder wie es Reinhold Beckmann selbst so treffend auf den Punkt bringt: „Es ist wichtig, dass man die Musik liebt. Noch wichtiger aber ist es, dass das Publikum spürt, dass man von der Musik auch zurückgeliebt wird.“

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