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ONE FINE DAY


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ONE FINE DAY


Fünf Freunde sollt ihr sein! Diese fünf Freunde heißen ONE FINE DAY, machen die Nacht gern zum Tag und haben vor allem eins, nämlich Spass, denn genau das verlangt Frontmann Marten Pulmer, wenn er gemeinsam mit den Gitarristen Hendrik Burkhard und Roman Rossbach, Bassist Marco Köhrsen und Schlagzeuger Erik-Mac Essig auf der Bühne steht und das Publikum zu einem Schweissausbruch nach dem nächsten antreibt. Lebensfreude pur ist das Stichwort und das zeigt sich nicht nur bei den explosiven Liveshows der fünf Hamburger, sondern genau das spiegelte sich auch schon auf der Debütplatte „Faster Than The World" (2004) wider. Die Wurzeln liegen unmissverständlich im Punkrock, gepaart mit einer gehörigen Portion Emo- und Metaleinflüssen. Präsentiert wurde diese musikalisch, vielfältige Wundertüte in den vergangenen Monaten schon oft auf den großen Bühnen. ONE FINE DAY verdienten sich ihre Sporen schon im Vorprogramm von My Chemical Romance, Simple Plan, Fall Out Boy und der Bloodhound Gang, spielten im März 2007 beim legendären South by Southwest Festival in Austin, Texas und haben dieses Jahr Festivals wie Rock am Ring, Rock im Park, Kieler Woche, Hurricane Festival und Olgas Rock im Terminkalender stehen. Und das da noch Luft nach oben ist, zeigt die aktuelle Platte Damn Right (VÖ: 27. Oktober 2006). Die Songs wurden gemeinschaftlich in einer 7-tägigen Songwriting Session in einem dänischen Ferienhaus geschrieben, freundschaftlich und ganz ungezwungen zwischen Strand, Bier und Whirlpool. Ziemlich genau ein Jahr später schloss sich die Band zusammen mit Produzent Jan-Dirk Poggemann (Donots) ins Freiburger „Sportstudio" ein, um den Songs Leben einzuhauchen. Devise: Ferienlagerstimmung pur. Das konzentrierte aber gleichzeitig auch lockere Arbeiten hat sich gelohnt, denn herausgekommen ist eine verdammt gute 12-Track-Platte, die vor Energie nur so strotzt. Schon der Opener und zentrale Song des Albums „Damn Right" rechtfertigt den Kauf der Platte. Der Song ist ein rockiges Brett, geht straight nach vorne und ganz wie von selbst streckt sich die geballte Faust gen Himmel. Und die wird sich auch im weiteren Verlauf nicht so einfach in die Hosentasche befördern lassen, denn bei „Burn (a Fire within)", einer schnellen Uptempo-Nummer, wird Sänger Marten vom stimmgewaltingen Henning Wehland (H-Blockx) unterstützt. „Not Ready To Go" und „My Revolution" schlagen da schon langsamere Töne an, türmen sich aber wie ein donnerndes Gewitter auf und entladen sich mit einer Pyroshow, die sich gewaschen hat. Aber auch Metalheads werden verwöhnt: „Get Down" packt die Keule aus, wurde der Song doch von den „One Fine Day Köchen" mit einer gehörigen Prise Metal gewürzt. Ein absoluter Leckerbissen ist „She Bop", eine Coverversion von Cindy Lauper, die eigentlich nie geplant war, der Band aber nach einer Jamsession im Proberaum so sehr ans Herz gewachsen ist, dass sie am Ende dann doch auf dem Album gelandet ist. „Goodbye Reality", die dritte Single der Band, ist ein Gute-Laune-Song bei dem es sich anfühlt, als wäre es der schönste Tag im Leben: Tanzen ist Pflicht! Weitere Höhepunkte von Damn Right ist die „Swing Beat"-Nummer „This Dying Day", die Mordsstimme von Anne Karlstrup von der dänischen Formation Pinboys verleiht dem Song eine ganz besondere Note. „Fading Gray" unterstreicht weiter die unglaubliche Vielfältigkeit dieser Band. Gitarrist Hendrik Burkhard übernimmt hier den Leadsingerpart, wiederum unterstützt von Anne Karlstrup. Das herzzerreißende Duett scheint wie aus Porzellan zu sein, das droht zu brechen. Doch ONE FINE DAY finden auch immer wieder diesen rebellischen Ton in Songs wie „Give It All" oder „Game Over". Die zentrale Message des Albums ist: Wenn es mal dunkel ist, wird's auch wieder heller! Damn Right ist ein vielfältiges Werk, das zwischen verträumter Ballade und wütendem Rocksong keine Grenzen kennt. Dem Temperament wird freien Lauf gelassen und die Lebensfreude zeiht sich wie ein roter Faden durch das zweite Album der Hanseaten. Damn Right ist die zweite Platte auf dem Berliner Label rockhit records und das Debüt in Japan bei Columbia Music Entertainment. In Japan steht das Album seit dem 20. Juni 2007 in den Läden und im selben Monat hat die Band ihre ersten Shows im Land des Lächelns gespielt, viele Interviews gegeben und eine TV Show beim Musiksender Space Shower absolviert. Damn Right ist ein Stagement für das Leben und das ONE FINE DAY damit den goldrichtigen Weg eingeschlagen haben wissen sie längst, sonst hätten sie das Album wohl kaum Damn Right genannt.
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OOMPH!


Auch in der Musik ist es schwierig, es allen alles recht zu machen. Die Einen wollen ein Festhalten an den Wurzeln, während die Anderen eine Weiterentwicklung fordern. Die mehrfach ausgezeichnete Platinband OOMPH! hat sich von derlei Erwartungshaltungen völlig frei gemacht und mit ihrem zehnten, einmal mehr selbst produzierten Studioalbum „Monster“ vielleicht gerade deshalb das Kunststück geschafft, diesen scheinbaren Widerspruch aufzulösen.
>Wir haben uns ganz bewusst zurückgezogen und die nötige Muße gegönnt, denn gerade mit unserem Jubiläumsalbum wollen wir ein ausgereiftes Werk und keinen Schnellschuss abliefern<, erklärt Gitarrist Flux. Demnach widerstand die Band der Versuchung, wegen des TV-Auftritts beim diesjährigen Bundesvision Song Contest, schnell ins Studio zu gehen. >Der letztjährige Sieg war eine sehr schöne Sache für uns, und wir hätten bei Stefan Raab gerne schon unser neues Album präsentiert, aber weil wir auf die Produktion großen Wert legen, wäre die Eile zwangsläufig zu Lasten der Qualität gegangen – und das kam nicht in Frage!< betont Crap.
Darum ging das Wolfsburger Trio ohne Zeitdruck in sich und filterte das Extrakt heraus, das den markanten OOMPH!–Sound im Spannungsfeld zwischen Rock und Elektro ausmacht. Zum einen greifen Dero, Crap und Flux ohne übertriebene Sentimentalität sämtliche relevanten Elemente der fast 20jährigen Bandgeschichte auf und schlagen u.a. bei „Revolution“ mit hämmernden EBM-Synthies eine Brücke zu ihrem Debüt von 1992. Zum anderen setzen sie beispielsweise mit dem originellen Rock-Tango „In deinen Hüften“ und der unter die Haut gehenden Piano-/Streicher-Ballade „Auf Kurs“ aber auch ganz neue Akzente. Zwischen diesen Extremen gibt es jede Menge Hits, bei denen OOMPH! in ihrer unnachahmlichen Art eingängige Refrains, mächtige Gitarren-Riffs, tanzbare Beats, clevere Elektro-Akzente, gefühlvolle Breaks mit Soundtrack-artigen Passagen und einen Schuß Pathos vereinen.

Besonders herausragend ist der tiefgründige Ohrwurm „Beim ersten Mal tut´s immer weh“, der die Täter-Opfer-Perspektive umdreht und mit seiner raffinierten Wendung zum Nachdenken angeregt. Überhaupt demonstriert Sänger Dero einmal mehr eindrucksvoll, dass hinter den oberflächlich als Provokation wahrgenommen Texten auf den zweiten Blick intelligente Gesellschaftskritik steckt. So setzt sich der charismatische Frontmann, der seinen Stimmbändern im Laufe der Jahre immer mehr Schattierungen entlockt, u.a. mit dem Schönheitswahn („Wer schön sein will muss leiden“) und der medial zwar in den Hintergrund gerückten, real aber immer noch aktuellen Aids-Gefahr („In deinen Hüften“) auseinander. Zudem beschäftigt er sich in „Labyrinth“, „6 Fuß tiefer“ und „Lass mich raus“ in fantasievollen Metaphern mit seinem Lieblingsthema: den Abgründen der Psyche.
Nicht nur deswegen ist der Albumtitel „Monster“ passend gewählt. >Er ist sehr vieldeutig. Zum einen bezieht er sich auf solche Unmenschen wie den Geiselnehmer von Natascha Kampbusch oder den Inzest-Vater von Amstetten, der seine Töchter jahrelang eingekerkert und missbraucht hat. Zum anderen kann er aber auch positiv besetzt sein<, erläutert Dero und nennt als Beispiel >“ein Monster von einem Album“<. So wie dieses!
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